Chinesische Yixing Teekanne Zisha – Zeit in Ton gegossen

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Wenn ein Teegefäß Geschichten erzählt

Manche Gegenstände berühren sofort – ohne Worte, ohne Bewegung. Diese klassisch chinesische Yixing-Kanne chinesischen Provinz Jiangsu ist so ein Stück. Sie spricht nicht laut, doch wer sie in den Händen hält, spürt sofort: Hier lebt Geschichte. Vermutlich in der Mitte des 20. Jahrhunderts gefertigt, bringt sie mehr als nur Tee auf den Tisch – sie bringt Stille, Respekt und ein Gefühl tiefer Verbundenheit mit einer jahrhundertealten Teekultur.

Teekanne mit Charakter – jedes Detail mit Bedeutung

Die Oberfläche der Kanne ist ihr auffälligstes Merkmal: eine sorgfältig modellierte Flechtstruktur, die an traditionell geflochtene Körbe erinnert.
Dieses Muster entsteht nicht durch Gussformen, sondern durch das präzise Arbeiten einzelner Tonsegmente, die manuell strukturiert und anschließend Stück für Stück zusammengesetzt werden. Diese Art der Gestaltung zählt zu den anspruchsvolleren Techniken innerhalb der Yixing-Keramik, weil jede Linie und jedes Segment exakt sitzen muss, damit die Form am Ende harmonisch wirkt.

Kannen in Korb- oder Bambusoptik haben in der chinesischen Keramikkultur eine lange Geschichte. Sie stehen sinnbildlich für handwerkliche Präzision, Naturverbundenheit und das Spiel mit alltäglichen Formen, die in kunstvoller Weise in Ton übersetzt werden. Genau diese Mischung aus Technik und Ruhe spiegelt sich in deinem Stück wider: ein kleines Gefäß, das sowohl funktional als auch ästhetisch überzeugt – und dessen Charakter sich mit jeder Teesession weiter entfaltet.

Ihr Körper ist kompakt gerundet, mit einem Schwerpunkt, der beim Ausgießen angenehm stabil bleibt. Der Griff ist leicht nach oben gezogen und bietet sicheren Halt, während der kurze, gerade Ausguss für schnelle und kontrollierte Abgüsse sorgt – ideal für Gongfu-Zubereitungen mit mehreren kurzen Ziehzeiten. Der Deckel sitzt passgenau, und der kleine Luftausgleich im Deckel unterstützt einen gleichmäßigen Fluss. Der Knauf wirkt organisch geformt, fast wie ein natürliches Detail, das in die Korbstruktur eingebettet wurde.

Der Ton? Hierbei handelt es sich um Zhu Ni (朱泥 "Zinnoberroter Ton") - rötlich warm, mit natürlichen Einschlüssen, die an Erde erinnern. Die Oberfläche glänzt leicht, ohne dabei künstlich zu wirken. Durch die dezente Porosität des Tons kann sich die Kanne über die Zeit mit dem Aroma eines bestimmten Teetyps „einschwingen“, wodurch Aufgüsse runder und harmonischer wirken können. Daher empfiehlt es sich, sie einem Teespektrum zuzuordnen – zum Beispiel mittel gerösteten Oolongs, Sheng Pu-Erh, sanften Shu-Varianten oder weißem Tee.

Ein Erbstück der Stille

Was diese Teekanne so besonders macht, ist nicht nur ihre Herkunft, sondern ihr Wesen. Sie wirkt leise, fast zurückhaltend – und doch strahlt sie Kraft und Ruhe aus. Der Stempel des Künstlers auf der Unterseite ist kein Markenlogo, sondern ein Zeichen gelebter Hingabe. Sie wurde nicht produziert, sie wurde erschaffen.

Für dein Ritual – nicht für den Alltag

Mit ihren Maßen von 14 × 9 cm (ohne Griff) und einem Gewicht von 620 g bei einem Füllvolumen von 100 ml  liegt sie angenehm schwer in der Hand. Nicht zu leicht, nicht zu massiv. Ideal für die kleine Teezeremonie zuhause – oder einfach, um morgens mit einem Atemzug mehr Achtsamkeit zu starten. Sie passt nicht zu jeder Küche. Und das soll sie auch nicht. Sie ist nicht gemacht, um sich anzupassen – sondern um dich zu begleiten.