







Japanische Matcha Schale Han-nari (半なり) – Warme Mino-yaki Keramik aus Gifu
Tasse incluse. Spedizione calcolata al checkout
Stille Form – 半なり Han-nari als Ausdruck von Ruhe
Diese Matcha Schale folgt der klassischen Han-nari-Form (半なり), einer weich geöffneten, leicht konischen Silhouette, die Stabilität und Offenheit miteinander verbindet. Der Körper steigt ruhig aus dem Kōdai 高台 empor und öffnet sich sanft zum Rand hin – eine Form, die im Teeweg bewusst gewählt wird, um Konzentration und Gelassenheit zu unterstützen. In der Hand wirkt die Schale ruhig, geerdet und selbstverständlich, ohne jede Schwere.
Ton, Glasur und Erdung – 土と釉薬の対話
Der verwendete Ton zeigt eine warme, natürliche Farbigkeit mit feinen eisenhaltigen Nuancen, wie sie typisch für Keramiken aus der Mino-Region sind. Die Glasur liegt ruhig und gleichmäßig über der Oberfläche, mit weichen Übergängen zwischen Honig-, Sand- und Ockertönen. Im Inneren zeichnen sich feine Drehspuren ab, die den handwerklichen Ursprung sichtbar machen und dem Matcha beim Aufschlagen eine natürliche Führung geben.
Herkunft mit Geschichte – 美濃焼 Mino-yaki aus Gifu
Diese Chawan ist stilistisch klar der Mino-yaki-Tradition (美濃焼) aus der Präfektur Gifu (岐阜県) zuzuordnen. Mino gilt seit dem 16. Jahrhundert als eine der bedeutendsten Keramiklandschaften Japans und prägte die Teezeremonie entscheidend. Besonders seit der Momoyama-Zeit (桃山時代) wurden hier Schalen geschaffen, die sich bewusst von Perfektion lösten und stattdessen Natürlichkeit, Wärme und Funktion in den Mittelpunkt stellten – Werte, die in dieser Schale bis heute spürbar sind.
Zeitliche Einordnung – 昭和から平成へ
Die klare Formensprache, die zurückhaltende Glasur und der bewusste Verzicht auf dekorative Überladung sprechen für eine Entstehung im späten Shōwa- bis frühen Heisei-Zeitalter (昭和後期〜平成初期, ca. 1970–1990). In dieser Phase entstanden viele Arbeiten kleiner Werkstätten, die traditionelle Formen weiterführten, jedoch mit zeitloser Ruhe interpretierten – nicht für Sammler, sondern für den täglichen Tee.
Werkstatt und Handwerk – 無銘に宿る技
Auch ohne sichtbaren Künstlerstempel (陶印 Tōin) lässt sich diese Matchaschale eindeutig einer handwerklichen Werkstatt aus dem Raum Tajimi (多治見) oder Toki (土岐) zuordnen. Der sauber gearbeitete Kōdai 高台, die gleichmäßige Wandstärke und die ruhige Glasurführung deuten auf einen erfahrenen Töpfer hin, der nicht auf Signatur, sondern auf Funktion und Ausgewogenheit setzt. Solche Arbeiten entstehen häufig in kleinen Familienbetrieben, in denen Technik und Teeverständnis über Generationen weitergegeben werden.
Im Tee-Moment – 抹茶のための器
Beim Matcha trinken entfaltet diese Schale ihre ganze Qualität. Die helle Innenfläche bringt das Grün des Matcha intensiv zum Leuchten, während die ausgewogene Rundung ein gleichmäßiges Aufschlagen mit dem Chasen ermöglicht. Die Schale speichert Wärme angenehm und liegt ruhig in den Händen – ein stiller Begleiter für den täglichen Teeweg.
Für Menschen mit Gespür – 用の美
Diese Matchaschale richtet sich an Menschen, die Matcha nicht als Trend, sondern als Moment verstehen. Sie ist kein lautes Objekt, sondern eine Schale, die mit der Zeit wächst, Patina entwickelt und Beziehung aufbaut. Genau darin liegt ihre Stärke – und ihre Schönheit.

